Erz der Alpen UNESCO Global Geopark
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Erz der Alpen
UNESCO Global Geopark

Der Erz der Alpen UNESCO Global Geopark liegt 50 km südlich der Mozartstadt Salzburg im „Salzburger Innergebirg“. Die Fläche des Geoparks beläuft sich auf 211 km2, aufgeteilt auf die 4 Gemeinden St. Veit, Bischofshofen, Hüttau u. Mühlbach. Die Besiedelung der Region geht, nicht zuletzt aufgrund ihres Reichtums an Rohstoffen, bis in die Kupfer- u. Bronzezeit zurück.

Geologisch liegt der Geopark fast zur Gänze in der Grauwackenzone (paläozoisches Gestein mit Minerallagerstätten). Ein kleiner Teil im Norden des Geoparks gehört zu den Nördlichen Kalkalpen bzw. im Süden zu den Zentralalpen (Hohe Tauern). Die bedeutendsten Gesteine der drei geologischen Zonen sind Grauwacken, Schiefer und Phyllite, Kalke und Dolomite. Darüber liegen oft eiszeitliche Ablagerungen (Moränen, Tone, Schotter) des Salzachgletschers. Der geomorphologische Formenschatz ist vielfältig. Steile Wände aus Riffkalken, Wasserfälle, Schluchten, Quellen, Felssturzablagerungen, Erdpyramiden, Terrassen, Karseen, Rundhöcker etc. sind zu finden. Das Plateau des Hochkönigs (2941 m) wird bis heute von einem Gletscher (Übergossene Alm) bedeckt.

Die wirkliche Besonderheit im Geopark stellen die Erzlagerstätten dar. Der Kupferabbau, aber auch jener von Eisen und Gold bestimmten das Leben über 5500 Jahre. Der Mühlbacher Mitterberg entwickelte sich zum Zentrum des bronzezeitlichen Kupferabbaus in Europa. Das Kupfer der weltberühmten „Himmelsscheibe von Nebra“ stammt nachweislich aus den Minen des Geoparks. Heute ist der Bergbau im Geopark nur mehr Geschichte, im „Erz der Alpen“ lebt diese Historie jedoch weiter.

 

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UNESCO Global Geoparks

Die drei Säulen des UNESCO Welterbes umfassen die „Weltnatur- und Weltkulturerberegionen“ (Altstadt von Salzburg / Region Hallstatt / Dachstein), die Biosphärenparke wie den Lungau und die Geoparke, wie den Geopark Erz der Alpen.

Ein Geopark ist ein Gebiet mit landschaftlichen und/oder geologischen Besonderheiten von internationaler und nationaler Bedeutung. Geoparke sollen das GEO-Erbe der Natur aufzeigen, den Besuchern näherbringen und für die Nachwelt erhalten. Zusätzlich zu den geologischen Besonderheiten werden auch archäologische, historische oder kulturelle Sehenswürdigkeiten präsentiert. Das Erbe einer Region soll gesamtheitlich erfasst und touristisch nachhaltig in Wert gesetzt werden. Geopark ist ein Prädikat, das von der UNESCO verliehen wird und kein Naturschutz- und/oder Landschaftsschutzgebiet, obwohl er natürlich solche beinhalten kann.

Im Jahr 2020 gibt es 147 UNESCO Geoparke in 41 Ländern der Welt, drei davon in Österreich: der Geopark Erz der Alpen, Steirische Eisenwurzen und Karawanken.
In Deutschland ist die „Schwäbische Alb“ Geopark, wie auch die „Vulkaneiffel“ oder die „Fossiliengrube Messel“ bei Frankfurt. Die meisten UNESCO Geoparke findet man in Europa, China und Japan.

Wichtig ist der Zusammenschluss der UNESCO Geoparke in einem Weltnetz. Dieses Global Geopark Network (GGN) trifft sich alle 2 Jahre, das European Geopark Network (EGN) halbjährlich.

Geschischte des GEOPARKS und ERZWEG KUPFER

2009 startete die Initiative „Geopark Kupferlandschaft Pongau“. Der Geopark sollte die prähistorischen und historischen Bergbauzentren St. Veit, Bischofshofen, Mühlbach und Hüttau vereinen.

Im November 2013 wurde das Application Dossier (Geopark-Ansuchen) eingereicht – Anfang September 2014 positiv beurteilt. Im September 2014 reisten die Verantwortlichen zur Weltkonferenz nach St. John (Kanada) um die Auszeichnung entgegen zu nehmen. Seit dem 17. 11. 2015 darf sich der Pongauer Geopark als Teil des Welterbes, Erz der Alpen UNESCO Global Geopark nennen. 2018 konnte die 1. Revalidation, nach 4 Jahren im Globalen Netzwerk, positiv abgeschlossen werden.

Der Erzweg Kupfer stellt sowohl im Gelände wie auch im Besucherzentrum im Schanzengelände Bischofshofen das integrative Element im Geopark dar. Entlang des Weges sind montanhistorische Geosites (Schaubergwerke, Museen, Schurfbaue, Schmelzplätze, Pingen, prähistorische u. historische Bergbausiedlungen etc.) perlschnurartig aufgefädelt. Schaubilder erzählen Wissenswertes zur Geologie, Morphologie, Landschaftsentstehung, Besiedlungsgeschichte etc.

Neben kulturhistorischen Kleinodien wie Kirchen oder Kapellen finden sich herrliche Panoramablicke, die auf Schaubildern erklärt werden. Zum Erlebnis Erzweg gehören auch themenspezifische Erlebnisstationen, Abenteuerstrecken, Naturspielplätze, Picknickplätze, Ruheoasen, Almbauern – die eigene Produkte anbieten sowie ausgezeichnete gastronomische Betriebe mit lokalen Spezialitäten. Zur Begehung der gesamten Strecke benötigt man zumindest vier Tage. Sie kann jedoch auch in Etappen erwandert werden. Die Wanderungen können geführt oder individuell gemacht werden.

Erzweg Kupfer
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