Wussten Sie, dass die Salzburger Sonnenterrasse über ein ausgewiesenes Heilklima verfügt? Tatsächlich ist das einzigartige Bioklima des heilklimatischen Kurortes St. Veit im Pongau von großem Wert.
Schon früh erkannte man die besonders wohltuende und heilsame Wirkung des Klimas auf der Salzburger Sonnenterrasse. So verwundert es auch nicht, dass schon in der Zeit Kaisers Franz Josephs eine Lungenheilanstalt in St.Veit im Pongau errichtet wurde. St. Veit im Pongau wurde somit zum ersten heilklimatischen Kurort im Salzburger Land.
Viele Jahre diente es der Rehabilitation von Lungenkranken. Der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard hielt sich von 1949 bis 1951 in der Lungenheilstätte auf, später urlaubte er auch gelegentlich im Ort. Sein Roman „Die Kälte“ wird davon beeinflusst.
Besonders hilfreich erweist sich laut Gutachten die Terrassenlage des Ortskerns, der rund 200 Höhenmeter über der Salzach liegt und somit eine besondere Klimagunst mitbringt, welche sich positiv auf Körper und Geist auswirkt. Hier vermengen sich abgeschwächte Hochgebirgsklima-Reizfaktoren mit schwächerem Reizklima sowie ausgeprägten Mittelgebirgsklima-Schonfaktoren. Schonende bis milde aktinische sowie milde bis teils kräftige thermische Reize sind das Ergebnis.
Auf hervorragende Weise vereint sich hier das Klima des reizfaktorenarmen Hochgebirges mit den verminderten Reizfaktoren und ausgeprägten Schonfaktoren des Mittelgebirges. Beides zusammen sorgt dafür, dass der Urlaub in St.Veit, Schwarzach & Goldegg am See im wahrsten Sinne des Wortes “belebend” wirkt und die Erholung länger anhält als anderswo.
In St. Veit im Pongau herrschen von Oktober bis April günstigere Besonnungs-, Strahlungs- und Bewölkungsverhältnisse als in den Niederungen. So weist der Ort etwa nur ein Drittel der Nebelhäufigkeit der Stadt Salzburg auf. Diese Bevorzugung kommt vorwiegend im Herbst und Winter zum Tragen, wenn in den tieferen Lagen mit dem Abfließen der Kaltluft länger andauernde Nebeldecken liegen. Lang anhaltende Nebelsituationen wie in den großen Tälern oder im Alpenvorland sind sehr selten. Die durch Quellbewölkung über den Bergen bedingte, von Mai bis August etwas geringere Sonnenscheindauer als in flacheren Regionen des Bundeslandes fällt kaum ins Gewicht. Anregend wirken in St. Veit im Pongau somit starke Helligkeits- und Farbkontraste (z. B. helle Wolken vor blauem Himmel, besonntes Waldinneres, bunte Herbstlandschaft), die erhöhte UV-Strahlung und die typischen Haufenwolken über den Bergen.
Die Lage von St. Veit im Pongau in einer Seehöhe zwischen 750 und 2.200 Meter ist bezüglich der Klimaelemente Lufttemperatur und Luftfeuchte als sehr günstig zu bezeichnen. In den Wintermonaten kommt es zu keiner extremen Kälte, während im Sommer Hitze und Schwüle sehr selten auftreten. Tage, an denen es tagsüber so heiß ist, dass auch durch entsprechende Kleidung oder verringerte Aktivität kein behaglicher Zustand erreichen werden kann, kommen kaum vor. Durch das Aufsuchen von schattigen Gebieten bzw. größeren Seehöhen kann die Wärmebelastung in den Nachmittagsstunden auch an einem der sehr heißen Tage stark gemildert werden. Die für die Erholung von Wärmestress wichtige nächtliche Abkühlung ist in St. Veit im Pongau auch in Zeiten des fortschreitenden Klimawandels weiterhin gewährleistet. Zusammen mit dem Fehlen von langen Perioden hoher relativer Luftfeuchte und der geringen Häufigkeit winterlicher Inversionslagen bedeutet dies eine sehr gute Eignung als Klimakurort.
Bedingt durch die Landschaftsform des Kurgebietes ist mit keiner länger andauernden Luftstagnation zu rechnen. Bei sonnenscheinreichen Hochdruckwetterlagen erfolgt die Ausbildung eines lokalen Windsystems (Berg-Tal-Wind, Hangwinde), das sowohl die Wärmebelastung als auch die Ansammlung von stagnierender Kaltluft reduziert. Absolute Windstille tritt im Durchschnitt nur in rund drei Prozent aller Stunden auf, andererseits sind hohe Windgeschwindigkeiten im Kurgebiet sehr selten. Die meiste Zeit weht angenehmer, ganz schwacher Wind. Bedingt durch die geographische Lage ergibt sich in St. Veit im Pongau keine große Föhn-Häufigkeit. Im Durchschnitt sind etwa zehn Föhntage pro Jahr zu erwarten, davon ungefähr die Hälfte im Frühling und ein Drittel im Herbst.
Extreme Stauniederschläge treten im Gegensatz zu den nördlicher gelegenen Regionen des Bundeslandes praktisch nie auf. Die Niederschlagshäufigkeit ist für ein alpines Gebiet als gering anzusetzen. Die Verteilung der Niederschlagszeiten zeigt, dass selbst die höchste Niederschlagswahrscheinlichkeit im Sommer am Abend nur Werte von knapp über 20 % erreicht.
Körper und Geist durch bestimmte Reize, die durch das Wetter und Klima ausgelöst werden, zu stärken, ist der Grund, weshalb aus bioklimatischer Sicht ein Aufenthalt in der Region empfohlen wird, um chronische Atemwegserkrankungen, Herz- und Kreislauferkrankungen, Erschöpfungs- und Rekonvaleszenzzustände, Schlafstörungen, Migräne, Wirbelsäulen- und Bandscheibenschäden, Nervenentzündungen oder Ischialgien und Arthrose zu lindern.
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